2 Jahre TP52 / ORC WM

Ziemlich genau vor 2 Jahren waren wir das erste Mal an Bord unserer TP52. Die stand damals noch komplett in Folie eingeschweißt und ohne Kiel und Ruder in einer Halle in Nordspanien. Nun, 2 Jahre und etliche Corona-Lockdowns später haben wir tatsächlich mit einem Team von 15 Leuten an der ORCi WM in Tallinn teilgenommen.

Wir können die unzähligen riesigen Hindernisse bis hierhin ehrlich gesagt kaum noch zusammentragen und ehrlich gesagt ist das auch gut so. Es überwiegen nämlich die immer häufiger gewordenen Erfolgserlebnisse, die wir in den letzten 2 Jahren erleben durften. Angefangen beim erfolgreichen Transport des Bootes über Ärmelkanal, Niederlande und Behelfsbrücke in Triebsees bis zum kompletten Neuaufbau der Logistik an Land und auf dem Wasser in Ladebow. Nachdem im ersten Jahr fast jede Schraube, jeder Loop und jedes System an Bord geserviced wurde, konnten wir vor allem im zweiten Winter auch extrem coole und aufwändige Optimierungen für Offshore und Inshore vornehmen.

Da die Saison 2020 auch für uns nahezu komplett ausgefallen war, begann unser eigentliches Regattatraining somit erst Ende Mai diesen Jahres, genau pünktlich mit dem Ende des letzten Lockdowns. Unsere geplante Trainingsregatta in Marstrand fiel selbstverständlich aus und somit blieb mit Rund Bornholm nur noch ein Offshore-Event, welches wir als kleine Generalprobe auf die WM sehr gut nutzen konnten. Rund Bornholm war für uns ein voller Erfolg, Team und Boot gaben alles und keiner an Bord wird wohl jemals vergessen, wie wir in 4 Stunden von Bornholms Südspitze bis zum Dornbusch auch ohne Foils quasi geflogen sind.

Nach anschließend kleineren und größeren notwendigen Reparaturen ging es dann aber auf nach Tallinn.

Der obligatorische Stopp in Visby (mit Abstand bestes Schnitzel im gesamten Ostseeraum im „Visby Hof“) und die etlichen Stunden unter Gennacker waren sicher die Highlights der super Hinüberführung.

Angekommen in Tallinn wurden wir total freundlich empfangen und unterstützt von den dort ansässigen ORC-Teams. Spätestens als das olympische Feuer im Hafen feierlich entzündet wurde, war dann klar, dass es nun tatsächlich losgehen sollte! Was für ein cooles Gefühl!

Nach der sehr anstrengenden, aber erfolgreichen Langstrecke, kamen dann die Inshore Rennen. Wir wussten vorher schon relativ genau, wo unsere Defizite hierbei sein würden, da wir keine einzige Inshore-Regatta als Vorbereitung in der Team-Konstellation und mit diesem Boot segeln konnten. Durch kleine Fehler in fast jedem Rennen landeten wir so fast immer hinter den Top-Teams in unserer Gruppe. Über die Woche hinweg, konnten wir uns aber immer mehr steigern und vor allem mit unseren Manövern und unserem Bootsspeed waren wir am Ende sehr zufrieden. Leider brach uns der Bugkorb am letzten Tag bei 5-6 Windstärken, weshalb wir dann keine unnötigen weiteren Schäden bei harten Bedingungen riskieren wollten.

Trotz der etwas enttäuschenden Platzierung waren am Ende alle ganz schön stolz auf das Erreichte und vor allem auf dieses ziemlich große Team, was auf einem hammermäßigen Boot super zusammengehalten hat. Jede/r hat sich für jede/n rein gehangen, echt ein super Gefühl und vielen Dank an alle, die dabei waren und uns auf dem Weg bis hierhin unterstützt haben!

Über die Rücküberführung berichten wir lieber nicht, denn sie war einfach zum Vergessen, aber immerhin ist alles heile geblieben und die Imagine steht sogar bereits warm und trocken an Land und kann sich für das nächste Jahr erholen.

Wir hoffen, dass wir all die schönen Erfahrungen mit in den dunklen Winter nehmen können und dass wir nächste Saison noch viele weitere, unvergessliche Meilen mit dieser absoluten Rakete durch die Gegend fliegen dürfen.

Rund Bornholm

First Ship Home bei Rund Bornholm!!!
Ein riesiger Erfolg für das ganze Team nach fast 2 Jahren unglaublich aufwändiger und harter Arbeit. Endlich!!!
Wir sind super stolz bei den anspruchsvollen Bedingungen mit Wind von 0-30 Knoten aus nahezu allen Richtungen, Bootsspeed von 0-22 Knoten und über 30 Segelwechseln so sauber über den Kurs gekommen zu sein.
Das war ein richtig geiles Rennen!
Die Imagine ist auch bereits wieder in Greifswald angekommen und wird nun noch 2-3 Wochen auf unseren absoluten Saisonhöhepunkt vorbereitet: die WM in Tallinn!

Saisonbeginn

Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir die Imagine nach 9 Monaten Pause wieder ins Wasser setzen und endlich etwas trainieren. Hoffen wir, dass die Saison jetzt wie geplant durchgeführt werden kann und dass wir bei Rund Bornholm und später bei der ORCi WM in Tallinn eine richtig coole Zeit haben werden.

2021 - Here we go!

Wir drücken die Daumen für ein "normales" 2021 und geben weiter Vollgas, um in Marstrand beim BigBoatRace und in Tallinn bei der WM erfolgreich dabei sein zu können.

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© Sailingteam Imagine - Fotos: Rick Tomlinson, Pavel Nesvadba, Max Ranchi, X-Yachts, Henrik Trygg, Felix Diemer